Stellenanzeige Rechtsanwältin/Rechtsanwalt

 

Wir suchen ab sofort eine Rechtsanwältin/ einen Rechtsanwalt in Voll- und Teilzeit.

Wir suchen sowohl Berufsanfänger, als auch erfahrene Kolleginnen und Kollegen zur Erweiterung unseres Anwaltsteams.

Wir bieten eine moderne Arbeitsmöglichkeit und ein angenehmes Umfeld, sowie die Möglichkeit zum Erwerb von Fachanwaltschaften.

Wir setzen gute juristische Fachkenntnisse, persönliches Engagement und Freude am Anwaltsberuf voraus.

Ihre Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte zu Händen von Herrn Rechtsanwalt Dietrich Hauser an:

 

Throm I Hauser I Strobl I von Berlichingen

Rechtsanwälte

Ferdinand-Braun-Straße 26

74074 Heilbronn

Telefon +49 (0) 7131 64281 – 113

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Neues aus dem Arbeitsrecht 

 

EuGH-Urteil: Urlaubsanspruch erlischt nicht automatisch ohne Antrag

 

Der europäische Gerichtshof hat am 06.11.2018 entschieden, dass Arbeitnehmer ihre Ansprüche auf bezahlten Jahresurlaub nicht automatisch deshalb verlieren, weil der Arbeitnehmer keinen Urlaub beantragt hat (EuGH, C-619/16 und C-684/16).

Laut EuGH könnten die Ansprüche nur dann untergehen, wenn der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber etwa durch eine angemessene Aufklärung tatsächlich in die Lage versetzt wurde, den Urlaub rechtzeitig zu nehmen. Beweisen muss dies der Arbeitgeber.

Nach bisherigem deutschen Urlaubsrecht musste der Arbeitnehmer Urlaub beantragen, damit dieser nicht zum Ende des Urlaubsjahres oder zum Ende des Übertragungszeitraums verfällt.

Nach dem erwähnten EuGH-Urteil wird dies so nicht mehr gelten. 

 

 

Unwirksamkeit von Verfallklauseln ohne ausdrückliche Ausnahme von Mindestlohnansprüchen

 

Das LAG Nürnberg hatte noch mit Urteil vom 09.05.2017 - Az. 7 Sa 560/16 - entschieden, dass eine übliche arbeitsvertragliche Ausschlussfrist, wonach Ansprüche innerhalb von 3 Monaten nach Fälligkeit geltend zu machen sind, auch dann nicht insgesamt unwirksam ist, wenn Ansprüche auf den gesetzlichen Mindestlohn nicht explizit ausgenommen sind. Vielmehr sei die Klausel nur insoweit unbeachtlich, als dass gerade Ansprüche auf den gesetzlichen Mindestlohn betroffen sind.

Das Bundesarbeitsgericht hat nun aber mit Urteil vom 18.09.2018 (Az. 9 AZR 162/18) anders entschieden: Eine im Arbeitsvertrag enthaltene Verfallklausel, die ohne jede Einschränkung alle beiderseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und damit auch den gesetzlich garantierten Mindestlohn erfasst, verstößt gegen das Transparenzgebot und ist daher unwirksam. Dies soll jedenfalls dann gelten, wenn der Arbeitsvertrag nach dem 31.12.2014 geschlossen wurde, also nach Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes.